Intensivprogramme
Ein vollständiger Seminartag, strukturiert in vier aufeinander aufbauenden Modulen. Jeweils in Hamburg und München, in kleinen Gruppen.
Das Tagesprogramm im Detail
Die Reihenfolge der Module ist nicht zufällig. Theorie und Recherche kommen zuerst, damit die Rollenspiele am Nachmittag auf einem soliden Fundament aufbauen können.
Marktwert aus öffentlichen Quellen ermitteln
Wir beginnen mit der Frage, was ein Gehalt eigentlich ist: ein Verhandlungsergebnis, kein fester Wert. Dafür braucht man Vergleichsdaten. Öffentliche Gehaltsportale wie Gehalt.de, Stepstone Gehaltsreport, Kununu Pay Insights und die Entgeltstatistik der Bundesagentur für Arbeit sind frei zugänglich und enthalten belastbare Daten.
In diesem Modul lernen Teilnehmer, welche Quellen für ihre Branche und Region relevant sind, wie man Daten richtig interpretiert (Median vs. Durchschnitt, Erfahrungsjahre, Region) und wie man ein Argumentationsgerüst aus diesen Zahlen aufbaut.
- Überblick über relevante Gehaltsportale
- Interpretation von Gehaltsranges
- Eigene Positionierung im Marktvergleich
- Dokumentation für das Gespräch
Die Forderung formulieren ohne als undankbar zu gelten
Die größte Hürde für viele Teilnehmer ist nicht das Wissen über ihren Marktwert, sondern die Sprache. Wie sagt man: "Ich möchte mehr Geld" ohne es so klingen zu lassen? Wie nennt man eine konkrete Zahl, ohne in eine Rechtfertigungsspirale zu geraten?
Wir arbeiten an konkreten Formulierungen. Jeder Teilnehmer entwickelt seinen eigenen Eröffnungssatz, seine Kernaussage und seine Reaktion auf die häufigsten Rückfragen. Die Sprache soll sich authentisch anfühlen, nicht wie ein auswendig gelerntes Skript.
- Eröffnung des Gesprächs
- Formulierung der konkreten Forderung
- Umgang mit Wertschätzung und Loyalität
- Reaktion auf Standardrückfragen
Was man antwortet wenn der Chef nein sagt
"Kein Budget", "schlechtes Timing", "wir besprechen das nächstes Jahr". Das sind die häufigsten Antworten. Sie klingen nach Ablehnung, sind es aber oft nicht. In diesem Modul analysieren wir, was hinter diesen Antworten steckt und welche Reaktionen sinnvoll sind.
Ein Nein im Gehaltsgespräch kann verschiedene Bedeutungen haben. Manchmal ist es ein echtes Nein, manchmal ein Aufschub, manchmal eine Einladung zu einem anderen Gespräch. Wer das unterscheiden kann, hat deutlich mehr Spielraum.
- Analyse typischer Ablehnungsformulierungen
- Reaktionen auf "kein Budget"
- Vereinbarung konkreter Folgetermine
- Alternativen zum Gehalt (sofern sinnvoll)
Rollenspiele mit echten Szenarien der Teilnehmer
Der Nachmittag gehört der Praxis. Jeder Teilnehmer spielt sein eigenes Szenario durch. Wer möchte, kann seine tatsächliche Situation, seinen Chef, seine Ausgangslage beschreiben. Der Seminarleiter übernimmt die Rolle des Vorgesetzten.
Feedback erfolgt unmittelbar: zu Tonfall, Argumentation, Körpersprache und Timing. Das Gespräch wird ggf. wiederholt, mit anderen Formulierungen. Andere Teilnehmer beobachten und geben anschließend Rückmeldung aus ihrer Perspektive.
- Vollständige Gesprächsdurchläufe
- Direktes Feedback in Echtzeit
- Wiederholung mit Korrekturen
- Persönlicher Aktionsplan zum Mitnehmen
Was im Seminar enthalten ist
Arbeitsunterlagen
Alle Teilnehmer erhalten schriftliche Materialien zu den Modulen, inklusive Formulierungsvorlagen und einer Checkliste zur Gesprächsvorbereitung.
Verpflegung
Kaffee, Tee und Wasser sind am Veranstaltungstag gestellt. Mittagspause mit ausreichend Zeit zur Erholung und informellem Austausch.
Kleine Gruppen
Die Teilnehmerzahl ist bewusst begrenzt. Jeder Teilnehmer bekommt im Rollenspiel ausreichend Zeit und individuelles Feedback.
Zentraler Veranstaltungsort
Beide Standorte sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Genaue Adresse nach Anmeldung.
Informationen zur Teilnahme
Für Fragen zu Terminen, Teilnahmegebühren und zur Anmeldung stehen wir per E-Mail und Telefon zur Verfügung. Wir beantworten alle Fragen direkt und ohne Umwege.
Die Seminare finden in Hamburg und München statt. Aktuelle Termine auf Anfrage.
Oder direkt anrufen: +49 203 724438